Ostern Klettersteig Knott BrückeAn Ostern fahren wir immer Ski, was macht man aber, wenn es an Schnee mangelt? Man belädt sein Auto mit allem, was man an Ausrüstung so hat – komplette Skitourenausrüstung, Bergwander- und Klettersteigausrüstung. Die Autos brachen aus allen Nähten. Bereits bei der Anfahrt zum Brenner wurden unsere Befürchtungen bestätigt – es hatte viel zu wenig Schnee. Es wurde also umdisponiert, bei Kaiserwetter machten wir bei St. Jodok am Brenner den Peter Kofler Steig. Los ging es bei 1.230 m, oben war man nach luftigen 210 Metern bei 1.440 m. Konditionstechnisch war man bei dieser kurzen Strecke ja noch nicht ausgelastet, also ging es weglos zum Hochgeneiner Jöchl, 1.960 m. Über Stock und Stein und, da nordseitig, waren große Wegstrecken mit Schneeresten zu durchstapfen, die jedoch mit Skiern nicht zu befahren waren, es ging mal rauf und runter, die Zeit lief uns davon. Beim Abstieg wählten wir die Variante auf der Südseite, hier war es bequemer zu gehen. Als wir endlich wieder am Startpunkt ankamen, war es schon kurz vor halb acht, gerade bei Einbruch der Dunkelheit kamen wir in St. Anton im Jaufental an. Dort hatten wir eine schöne Ferienwohnung angemietet.
Ostern Klettersteig Ausstieg Ostern Klettersteig Brücke
Ostern Klettersteig Pause Ostern Hochgeneiner Jöchl
Ostern RastAm nächsten Morgen hatten alle schwere Füße, so ein Klettersteig war doch ungewohnt. Die Gruppe teilte sich, ein Teil ging in den nahen Klettergarten, der Rest bewanderte das Ratschinger Kreuz, 2.350 m. Abmarsch bei 1.360 m, hatten also steile 999 Höhenmeter in den eh schon brennenden Oberschenkeln. Zeitlich jedoch lagen wir mit 2,5 Stunden Aufstieg gar nicht so schlecht. Nach kurzer Rast am Kreuz – es war niemand sonst unterwegs – ging es auf gleichem Weg wieder hinunter.
Ostern unsere Ferienwohnung Ostern Abstieg vom Edeleißhaus
Ostern Gipfel Ratschinger Kreuz Ostern Gipfel R. Kreuz
Ostern Klettersteig Peter KoflerDer Sonntag war wettertechnisch im Jaufental schlecht angesagt. Bereits am Morgen regnete es, wir wechselten also kurzerhand das Tal. Kaum war man über den bereits offenen Jaufenpaß – oben Schneefall – setzte ein Fönsturm ein, der uns nachmittags 20 ° bescherte – aber auch Kopfschmerzen. Geparkt wurde am Schloß Juval, Werner machte alleine den Naturnser Klettersteig – schwer und lang. Der Rest marschierte auf gutem Pfad zur Bergstation Unterstell, 1.300 m. Oben angekommen, vergnügten wir uns im Familien-Klettersteig KNOTT. Dort waren verschiedene Routen, von leicht bis schwer auf engem Raum angelegt, die wir erkundeten. An der Bergstation gab es noch den verdienten Kaffee, dann marschierten wir wieder hinab, die Bahn fuhr nicht wegen Fönsturm. Als wir wieder zurück über den Jaufenpaß fuhren, hatte es an unserem Quartier gerade mal 5 °, Nieselregen, wir hatten also alles richtig gemacht.
Ostern Klettersteig Knott Ostern Auf dem Weg zum Knott
Ostern Schlüsseljoch 2 Ostern Schlüsseljoch
Für den Heimfahrt-Tag hatten wir uns vorgenommen, gleich mal hinauf zum Brenner zu fahren, dort machten wir in Pitsch, 1.300 m, Halt. Von dort ging es hinauf zur Enzianhütte, 1.894 m, vorbei und weiter zum Schlüsseljoch, 2.212 m. Hier mußten wir schon im Schnee stapfen, da der Weg sonnenabgewandt lag. Weit und breit war hier niemand zu sehen. Zurück zur Enzianhütte, es wurde noch eingekehrt, den Kaiserschmarrn kann man wirklich empfehlen. Die Heimfahrt verlief ohne größere Verzögerungen. Im Nachhinein hat es uns wirklich allen gut gefallen, obwohl das Skifahren für dieses Mal ausgefallen war.

Mit dabei waren Werner, Ruth, Gerd, Rudi, Dietmar, Miriam und ich