41 Start am PlanseNachdem die eigentlich für das letzte Wochenende vorgesehene Skitour wetterbedingt verschoben werden musste, ging es mit der Planerei wieder ein bisschen hin und her. So wurde aus der Skitour eine Bergwanderung („so weit es halt geht“) und aus der Sonntags- eine Samstagstour. Da Gerd zuvor ankündigte, es würde „nichts Langes“ werden, fanden wir uns daher auch erst um 8 Uhr am Treffpunkt vorm Marktkauf ein und fuhren über Füssen und Reutte zum Plansee (979 m). Punkt 10 Uhr waren wir dann startbereit und gingen noch einige Minuten am fjordähnlichen See mit seinem tiefblauen Wasser eben dahin. Dann aber ging es links steil und wadenzwickend in vielen Kehren auf einem kleinen Pfad hinauf und wir kamen dabei tüchtig ins Schwitzen.
Bei einem kleinen Joch erreichten wir die Schneegrenze und standen bald danach auf der Gipfelkuppe des Schönjochs (1661 m). Nun stiegen wir am nordseitigen, tief verschneiten Hang erst mal wieder hinunter, zwischen Bäumen und Latschen hindurch;  die Männer übernahmen dankenswerterweise die Spurarbeit. Stellenweise öffneten sich immer mal Löcher unter den Füßen und man sank ganz schön tief hinein! Nach einer Weile erreichten wir die Zwerchenbergalpe (1580 m) und machten dort Brotzeit.
42 steil hinauf
45 Pause am Joch auf 1500 m Cand. Gerd Uta
  48 auf dem Schoenjoechl   49 Abstieg vom Schonjoechl
Nun entschieden wir, noch so weit wie möglich höher zu steigen und visierten dabei das Kreuzjöchl (1900 m) an, einen Vorgipfel der Geierköpfe. Mit Spurarbeit durch die Latschen hindurch und nach einigen Bachüberquerungen schafften wir es dann auch bis auf eine Höhe von ca. 1800 m, bis der Schnee zu hoch wurde und wir beschlossen umzukehren – schließlich waren wir auch schon einige Stunden durch den Schnee gestapft. Das Kreuz war allerdings schon in Sichtweite. So genossen wir noch einmal den herrlichen Ausblick auf die Zugspitze, die Ammergauer und die Berge des Außerferns und waren schnell wieder an der Alpe zurück.
Der weitere Abstieg erfolgte auf einem kleinen Pfad, der – zuerst in einigem Auf und Ab und etliche Bachrunsen querend – durchaus ausgesetzt über dem steilen Teufelstal entlang- und erst spät in vielen Kehren ins schon längst schattige Tal hinunterführte. Blühender Seidelbast verströmte seinen Duft und zeigte uns, dass der Frühling nun wirklich nicht mehr weit sein kann!
51 Pause an der Zwerchenbergalpe 53 Kreuzjoechl nicht mehr weit
  55 zur Zugspitze   57 schmaler Steig ueber dem Teufelstal
Kurz vor 18 Uhr waren wir an der Straße, wo ein anderer, uns unbekannter Augsburger unsere drei Fahrer zum Ausgangsparkplatz hinfuhr und uns so den ca. 4 km langen Rückweg entlang der Straße ersparte.

Angesichts der vorgerückten Zeit verzichteten wir auf eine gemeinsame Einkehr und fuhren über Oberammergau nach Hause. Wirklich eine sehr gut ausgesuchte Tour auf interessanten Wegen!
Die Unterwegsgruppe: Mit dabei waren an diesem Wochenende Candidus, Gerd, Gotlind, Dietmar, Mirijam, Heike, Uta, Werner und Ruth.