Schwarzbergalm 7 alle drauf
Die klassische Hüttenweihnachtsfeier stellt man sich mit Pulverschnee, tief verschneiten Tannen und unberührten Schneehängen vor. Da waren wir natürlich weit davon entfernt. Aber man muss die Feste feiern, wie sie fallen, deshalb ließen wir uns die Laune von frühlingshaften Temperaturen nicht vermiesen. Ein Großteil der 18köpfigen Übernachtungs-Crew reiste bereits am Freitagabend an. Schon der Aufstieg zur Hütte war ein Abenteuer, da der Fahrweg teilweise mit Blankeis überzogen war, doch die Taschenlampe blieb im Rucksack, um Batterien für die Hütte zu sparen. Am Samstag ging es dann bei Kaiserwetter erst mal Richtung Rappengschwend, am Fuße von Tennenmoos und Sipplinger vorbei, querfeldein, hinab ins Aubachtal. Von dort weiter Richtung Hochgrat, von der Westseite dann hinauf zum Gipfel des Rindalphorns, 1.822 m. Das Feld zog sich weit auseinander, es war schon kurz nach fünfzehn Uhr, als wir endlich am Gipfel ankamen. Hinsichtlich des schwindenden Tageslichtes gab es nur eine kurze Trinkpause, alsdann machten wir uns an den Abstieg. Schon bald nach der Scharte wurde aus dem anfangs gemütlichen Schneegestapfe eine abenteuerliche Blankeisabfahrt. Es waren einige akrobatische Stürze dabei, gottlob passierte nichts Schlimmeres. Bei völliger Dunkelheit mussten wir noch das komplette Aubachtal – Straße vereist – hinauswandern, samt Gegenanstieg bis zur Hütte. Unser GPS zeigte 1.442 Höhenmeter und 24 Kilometer (eher mit Vorsicht zu genießen) an. Anschließend jedoch kam ja noch das Anstrengendste des Tages – für die komplette Mannschaft Rindergulasch zu kochen. Bis das Essen fertig war, zeigte die Uhr weit nach 21.00 Uhr. Nichts desto trotz wurde bis tief in die Nacht hinein gefeiert. 

Auch der Sonntagmorgen verhieß einen wunderbaren Bergtag. Nach der Ankunft unserer Tagesgäste ging es Richtung Tennenmoos, 1.628 m. Die gemütliche Bergtour ohne jeglichen Zeitdruck machte allen Teilnehmern Spaß, trotz nordseitig geschlossener Schneedecke, die aber eher einer Harschschicht glich. Inzwischen waren alle froh, keine Skier dabeizuhaben. Am Gipfel wurde Sonne pur getankt, der Abstieg verlief unspektakulär. Zurück an der Hütte, kamen noch die leidigen Pflichten, aufzuräumen und sauberzumachen. Weihnachtsgefühle kamen bei dieser Fahrt zwar keine auf, doch Spaß hat es trotzdem gemacht. 

Mit dabei waren diesmal Gerd, Sylvia, Candidus, Rudi, Dohli, Bernd, Carolin, Bobby, Paula, Kerstin, Armin, Christl, Andreas, Werner Sch., Ruth, Paul, Didi, Dagmar, Pia und ich, die Schreibende.
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